Yesterday, the Council of the European Union approved the extension of an exception to European privacy rules. According to the reports linked below, messenger services such as Meta, Google, Microsoft and others may continue to voluntarily scan private chats, emails and messages for known CSAM material until 3 April 2028.
I see this as another major step toward the normalisation of mass monitoring of private communication for hundreds of millions of Europeans.
Instead of focusing investigations on actual offenders, private communication is increasingly treated as something negotiable. Privacy is a fundamental right. It should not become optional whenever power finds a convenient reason.
Yesterday, I tried to send a human genetic laboratory report to my family. I have a hereditary familial tumour syndrome. I do not need to explain every detail publicly, but it means that my family has a right to know. They may need examinations, preventive care and medical information for their own future.
The document did not go through. Not via WhatsApp. Not via Facebook. My family and I are not registered on X, and we do not use Signal.
I will no longer accept the cheap excuse that “algorithms are simply set too sensitively”. Real lives depend on medical communication. This is not abstract. It affects my siblings, my nieces and my nephews.
I informed my family by telephone. But they needed the document: for their doctors, for their records, for understanding what may affect them.
I ask myself: what exactly is the EU trying to achieve with this kind of control, if people cannot reliably exchange essential medical information with their own families?
Instead of seriously considering targeted, technically responsible solutions, platforms and politicians continue to reach for broader surveillance.
I wrote about possible targeted NLP-based approaches in my earlier
entry:
Chat Control & Privacy | 09.07.2026
My boyfriend keeps checking X to see whether his public question to AfD politicians will ever receive an answer. So far: no answer.
I expected more. If they consider themselves too important to answer ordinary people facing real illness, care and financial pressure, then I also have to ask myself: why should I vote for them at all?
They really messed this up.
I have now spent enough energy being angry about mass surveillance. It is not good for my health.
I am returning offline now, to something more useful: Python.
Can anyone guess what I am working on? Or are the self-proclaimed tech kings too clever for such a simple formula?
Gestern hat der Ministerrat der EU zugestimmt. Die Massenüberwachung privater Chats lebt wieder auf.
Der Rat der Europäischen Union hat die Ausnahmeregelung von den europäischen Datenschutzvorschriften beschlossen. Damit dürfen Messenger-Dienste – Meta, Google, Microsoft und Co. – wieder „freiwillig“ private Chats, E-Mails und Nachrichten auf bekanntes CSAM-Material scannen. Die Regelung gilt bis zum 3. April 2028.
Für mich ist das ein weiterer großer Schritt zurück zur Normalisierung anlassloser Kontrolle privater Kommunikation für hunderte Millionen Europäer.
Statt gezielter Ermittlungen gegen echte Täter wird private Kommunikation immer mehr zur Verhandlungsmasse. Privatsphäre ist ein Grundrecht. Sie darf nicht verhandelbar werden, sobald Macht dafür eine bequeme Begründung findet.
Ich habe gestern versucht, einen humangenetischen Befund an meine Familie zu schicken. Ich habe ein familiär erbliches Tumorsyndrom. Was das heißt, muss ich nicht näher öffentlich beschreiben. Aber es heißt auch: Meine Familie hat ein Recht darauf, es zu wissen. Weil sie sich untersuchen lassen muss. Weil es um Vorsorge geht. Weil es um ihre Zukunft geht.
Dieses Dokument ging nicht durch. Weder über WhatsApp. Noch über Facebook. Meine Familie und ich sind nicht bei X angemeldet und nutzen auch kein Signal.
Die billige Ausrede, die Algorithmen seien halt zu empfindlich eingestellt, lasse ich nicht mehr gelten. An medizinischer Kommunikation hängen Menschenleben. Nicht abstrakt. Konkret. Das Leben meiner Geschwister, meiner Nichten und meiner Neffen.
Ich habe meine Familie am Telefon informiert. Aber sie hätten das Dokument gebraucht: für ihre Ärzte, zum Nachlesen und zum Verstehen.
Ich frage mich: Was genau will diese EU mit solcher Kontrolle bezwecken, wenn wichtige medizinische Dokumente innerhalb einer Familie nicht zuverlässig übermittelt werden können?
Anstatt dass die EU und Plattformen sich ernsthaft mit gezielten, technisch verantwortbaren Lösungen beschäftigen, greifen sie wieder zur breiten Überwachung.
Dazu hatte ich bereits einen Blogeintrag geschrieben:
Chatkontrolle & Datenschutz | 09.07.2026
Mein Freund schaut immer wieder auf X nach, ob seine öffentlich gestellte Frage an AfD-Politiker endlich beantwortet wird. Bisher: keine Antwort.
Für mich sieht das inkorrekt aus. Ich hatte mehr erwartet. Wenn sie sich zu fein sind, einem normalen Menschen in einer realen Pflege- und Krankheitssituation zu antworten, dann frage ich mich ebenfalls: Warum soll ich sie überhaupt noch wählen?
Sie haben es diesmal wirklich verbockt.
So. Ich habe mich jetzt genug über diese Massenüberwachung aufgeregt. Das tut meiner Gesundheit nicht gut.
Ich wende mich Sinnvollerem zu. Ich gehe wieder offline und arbeite in Python weiter.
Na? Wer errät, an was ich hier gerade tüftle? Oder sind die selbsternannten Techkönige zu schlau für so eine einfache Formel?